Dartzimmer einrichten

Ein eigenes Dartzimmer ist der Traum vieler Spieler. Ob Keller, Garage oder eine Ecke im Wohnzimmer – mit der richtigen Planung funktioniert es fast überall. Dieser Guide zeigt dir, worauf du achten musst.

Inhaltsverzeichnis

Raumgröße und Platz

Der offizielle Abstand vom Board zum Oche beträgt 2,37 m (Steeldart). Dazu brauchst du mindestens 50–80 cm hinter der Linie zum Stehen und Ausholen. In der Breite sollte die Wand links und rechts vom Board mindestens 60 cm frei sein – damit Ausreißer nicht in Möbel oder Türen gehen.

Minimum: 3,5 m × 1,5 m. Ideal: 4 m × 2 m. Alle Maße zum Aufhängen findest du unter Dartscheibe aufhängen.


Boden und Oche

Eine Dartmatte markiert den Abstand und schützt den Boden vor herabfallenden Darts. Steeldart-Spitzen können Parkett und Laminat beschädigen. Gute Dartmatten haben die Oche-Linie aufgedruckt und dämpfen den Aufprall.

Alternativ tut es auch ein einfacher Teppichstreifen plus eine aufgeklebte Oche-Markierung. Hauptsache, der Abstand stimmt und der Boden ist geschützt.


Wandschutz und Surround

Ein Surround (Auffangring aus Schaumstoff) um das Board fängt Fehlwürfe ab und schützt die Wand. Ohne Surround wirst du innerhalb weniger Wochen Löcher in der Wand haben – besonders als Anfänger.

Für zusätzlichen Schutz kannst du eine Holzplatte oder Korkplatte hinter das Surround montieren. Das ist besonders in Mietwohnungen sinnvoll. Mehr Tipps unter Dart-Zubehör.


Beleuchtung

Gute Beleuchtung ist entscheidend. Das Board muss gleichmäßig ausgeleuchtet sein – ohne Schatten auf den Drahtringen. Eine Deckenlampe allein reicht oft nicht, weil sie Schatten von oben wirft.

Die beste Lösung ist eine LED-Ringleuchte (Dartboard Light), die direkt am Surround oder darüber montiert wird. Sie leuchtet das Board von vorne aus und eliminiert Schatten. Gute Modelle gibt es ab 30–50 €.

  • LED-Ringleuchte: Beste Wahl, schattenfreie Ausleuchtung.
  • Lichtleiste darüber: Gute Alternative, erzeugt minimalen Schatten nach unten.
  • Keine Spotlights: Strahler erzeugen harte Schatten und blenden beim Blick aufs Board.

Lärmschutz

Darts, die ins Sisalboard treffen, erzeugen ein hörbares Aufschlaggeräusch. In einer Mietwohnung kann das Nachbarn stören – besonders spät abends. Ein paar Maßnahmen helfen:

  • Board nicht direkt an die Wand: Eine Dämmschicht (z. B. 5 mm Kork oder Noppenschaumstoff) zwischen Board-Halterung und Wand reduziert die Schallübertragung.
  • Dartmatte: Dämpft das Geräusch herabfallender Darts.
  • Ruhezeiten einhalten: In den meisten Hausordnungen gilt Ruhe ab 22 Uhr.

Einrichtung und Zubehör

  • Scoreboard: Ein Whiteboard oder digitaler Scorer neben dem Board. Für Apps und Auto-Scoring siehe Dart-Programme.
  • Darthalter: Ein kleiner Wandhalter oder Regal für Ersatz-Flights, Shafts und Spitzen direkt am Board.
  • Spiegel: Optional – hilft, die eigene Haltung zu kontrollieren.
  • Bequemer Stuhl: Für Pausen und Matchbeobachtung, wenn ihr zu zweit spielt.

Checkliste Dartzimmer

  • ☐ Raum mindestens 3,5 m × 1,5 m
  • ☐ Board auf 1,73 m Höhe (Bull)
  • ☐ Oche auf 2,37 m Abstand
  • ☐ Surround montiert
  • ☐ Wandschutz (Kork/Holz) falls Mietwohnung
  • ☐ Dartmatte oder Teppich
  • ☐ Beleuchtung ohne Schatten
  • ☐ Lärmschutz (Dämmung hinter Board)
  • ☐ Scoreboard oder App
  • ☐ Ersatz-Flights und -Shafts griffbereit

FAQ

Wie viel Platz brauche ich für ein Dartzimmer?

Mindestens 3,5 m Länge (2,37 m Abstand + Platz hinter dem Oche) und 1,5 m Breite. Ideal sind 4 m x 2 m, damit du bequem stehst und die Darts sicher ziehen kannst.

Darf ich in der Mietwohnung Dart spielen?

Grundsätzlich ja, solange du die Ruhezeiten einhältst und keine Schäden an der Wand verursachst. Ein Surround und eine Dartmatte schützen Wand und Boden. Halte dich an die Hausordnung.

Was kostet ein Dartzimmer einzurichten?

Ein Basis-Setup (Board, Surround, Matte, Beleuchtung) gibt es ab ca. 150–200 €. Wer mehr investiert (LED-Ringleuchte, Scoreboard, Wandverkleidung), liegt bei 300–500 €.