Dartspitzen wechseln und schärfen
Spitzen sind der Teil, der zuerst nachgibt. Wer sie ignoriert, wundert sich über Bouncer und Fall-outs – und schiebt es aufs Board. Der Rest des Pfeils steht unter Dartpfeile.
Inhaltsverzeichnis
Steel-Spitzen schärfen
Eine stumpf gewordene Spitze gleitet durchs Sisal und hält nicht. Ein paar Züge über einen Dart-Schleifstein – rundherum, leicht schräg, nicht aggressiv – reichen. Du willst eine feine Kuppe, keine Nadel.
Zu scharf splittert die Faser und das Board stirbt schneller, vor allem um die T20. Rillen oder eine leichte Krone hinter der Spitze können zusätzlich Halt geben; nachschleifen darfst du trotzdem nur an der Spitze selbst.
Stein und Extractor gehören zum Standard-Zubehör, siehe Dart-Zubehör.
Steel-Spitzen wechseln
Klassische Steel-Spitzen sitzen fest im Barrel. Verbogene Spitzen lassen sich oft vorsichtig richten. Ist die Spitze ab, braucht es eine Presse oder die Werkstatt im Dartshop – nicht den Schraubstock in der Küche, der den Barrel zerkratzt.
Wechselspitzen-Systeme (etwa Swiss Point und vergleichbare Gewinde) machen den Tausch ohne Presse möglich. Sinnvoll, wenn du Spitzen häufig verbiegst oder die Länge ändern willst. Nicht jedes Barrel hat so ein System – vor dem Kauf prüfen.
Softdart-Spitzen tauschen
Soft-Tips schraubst du ab. Das Standardgewinde ist 2BA. Länge und Härte beeinflussen, wie tief der Pfeil im Automaten sitzt und wie er fliegt. Kurze Spitzen sind oft haltbarer, lange sitzen fester im Board.
Kunststoffspitzen brechen. Nimm Ersatz mit zum Ligaspiel. Eine abgebrochene Spitze im Automaten kann das Segment blockieren – Rest entfernen, bevor der nächste wirft.
Ob Soft oder Steel zu dir passt, steht unter Softdart oder Steeldart.
Abgebrochene Spitzen lösen
Bricht ein Nylon-Shaft oder ein Soft-Tip im Gewinde ab, bleibt oft ein Rest im Barrel. Ein Spitzen- oder Shaft-Extractor (eine kleine Linksgewinde-Schraube) holt das Teil raus. Ohne Werkzeug: vorsichtig mit einer spitzen Zange – und nur, wenn du das Gewinde nicht aufreibst.
Sitzt eine Steel-Spitze im Board und bricht ab, nicht mit Gewalt am Sisal ziehen. Klammer oder Zange an den Rest, gerade raus. Danach die Stelle nicht extra „reparieren“ – Sisal schließt sich von selbst, wenn du das Board regelmäßig drehst. Wie du Boards pflegst, steht im Board-Vergleich.